Der fortschreitende Klimawandel erfordert es, klimabezogene Risiken zu erkennen, zu verstehen und daraus wirksame Handlungen abzuleiten. Für die Veranstaltungsbranche heißt das: Wetterextreme frühzeitig einkalkulieren, Verantwortlichkeiten klären und auf aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse reagieren.
Das Projekt KlimaEvent soll die Klimaanpassungskompetenz von Veranstalter*innen stärken. Die Ergebnisse und Maßnahmenvorschläge des Projekts sollen helfen, Veranstaltungen so zu planen, dass sie auch bei Hitze, Starkregen oder Sturm sicher durchgeführt werden können – für mehr Sicherheit, Resilienz und Zukunftsfähigkeit.
Der Klimawandel ist auch in Deutschland längst spürbare Realität. Extremereignisse wie die Flutkatastrophe im Ahrtal im Jahr 2021 oder das anhaltende Niedrigwasser am Mittelrhein im Jahr 2022 zeigen deutlich, wie verletzlich bestehende Infrastrukturen und Abläufe gegenüber klimatischen Veränderungen sind.
Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse (z.B. IPCC, DWD) belegen, dass sich Europa schneller erwärmt als der globale Durchschnitt. Mit der steigenden Durchschnittstemperatur nimmt insbesondere die Häufigkeit und Intensität von Hitzewellen, Starkregenereignissen, Stürmen sowie deren kombiniertes oder kaskadierendes Auftreten zu. Diese Entwicklungen erhöhen das Risiko für gesundheitliche Belastungen, technische Ausfälle, instabile Aufbauten und sicherheitsrelevante Situationen – insbesondere bei Veranstaltungen mit vielen Menschen.
Veranstaltungen im Freien sind besonders stark von Wetterereignissen betroffen. Sie bringen viele Menschen zusammen, benötigen technische Infrastruktur und stehen unter hohem organisatorischem Druck.
Extreme Hitze, Starkregen oder Sturm stellen nicht nur logistische Herausforderungen dar, sondern können auch ein Sicherheitsrisiko für Gäste, Mitarbeitende und Einsatzkräfte darstellen.
Für Veranstalter*innen bedeutet das eine doppelte Verantwortung: Einerseits müssen sie Risiken erkennen, andererseits müssen sie gewährleisten, dass Abläufe, Technik und Kommunikation auch unter Extrembedingungen funktionieren.
Klimaanpassungskompetenz ist daher keine zusätzliche Aufgabe, sondern Teil einer modernen, professionellen Veranstaltungsplanung. Sie ermöglicht, auf neue Bedingungen flexibel und verantwortungsbewusst zu reagieren – bevor aus Wetterlagen Gefahrensituationen entstehen.
Informationen zu Wetterrisiken, Schwellenwerten und Klimadaten einholen – etwa über den Deutschen Wetterdienst (DWD) oder Fachportale.
Risikoanalysen erstellen, Sicherheits- und Kommunikationspläne in die Eventplanung integrieren.
Anpassungen praktisch realisieren – von verschatteten Flächen über Entwässerungssysteme bis hin zu wetterfesten Materialien und Stromlösungen.
Nach jeder Veranstaltung prüfen, welche Maßnahmen funktioniert haben, und dieses Wissen für zukünftige Events nutzbar machen.
Klimaanpassungskompetenz bedeutet, vorbereitet zu sein – auf neue Wetterrealitäten und auf zukünftige Risiken. Wer Risiken kennt und gezielt handelt, schützt nicht nur Besucher*innen, sondern stärkt auch das Vertrauen in die eigene Veranstaltung und die Region.
KlimaEvent trägt dazu bei, dass Wissen zum Handeln wird – damit Veranstaltungen auch in Zeiten des Klimawandels sicher, verantwortungsvoll und erfolgreich bleiben.